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Projektübersicht

Grasjochbahn - Hochjochbahn

St. Gallenkirch

ZUSAMMENSCHLUSS ALS CHANCE FÜR DIE ZUKUNFT

Den Wunsch, die Skigebiete Hochjoch und Nova zu verbinden, gab es seit den späten 70er Jahren. Der Zusammenschluss galt als wichtiger Schritt für die Erneuerung und die weitere Entwicklung des Skiraums. „Nur skitechnisch zusammenhängende Gebiete werden vom Gast als solche erkannt und können dementsprechend vermarktet werden“, begründet Projektleiter DI Martin Oberhammer von der Silvretta Montafon Bergbahnen AG diesen Wunsch.

Realisierbare Form für eine kühne Vision

Ab Herbst 2009 wurden umfangreiche Variantenstudien erstellt, die Interessen verschiedener Gruppierungen mussten berücksichtigt werden. Salzmann Ingenieure erarbeiteten ein seilbahntechnisches Konzept, das die kühne Vision der Verbindung in

eine realisierbare Form gegossen hat. „Die schwierigen  topographischen  Verhältnisse  erforderten zahlreiche Innovationen auf verschiedenen Ebenen. Und von Anfang an war klar, dass das Projekt in Rekordzeit umgesetzt werden soll“, beschreibt Martin Oberhammer die Ausgangssituation. „Der Firma Salzmann Ingenieure ist es gelungen, die bestmöglichen Problemlösungen zu finden. Rasch und flexibel – das Team um Stephan Salzmann hat in den einzelnen Projektphasen überzeugt und damit wesentlich zum Erfolg des Projekts beigetragen.“ So wurde zum Beispiel im Grasjochgebiet auf den Bau neuer Erschließungswege verzichtet und die Bergstation der Hochalpila Bahn durch die besondere Gestaltung optimal in die hochalpine Gebirgslandschaft eingefügt. Die markante architektonische Gestaltung und planerische Umsetzung der Stationen erfolgte durch das Büro Obermoser aus Innsbruck.

Aufgrund des extremen Geländes war bei der Projektierung der Seilbahn und vor allem bei der Lösung der Bergungsproblematik sehr viel Sachverstand gefragt.  Mit  der  gewählten  spektakulären Stützenausteilung wurde sehr viel Erfahrung und Kompetenz bewiesen. Bei der Grasjoch Bahn wurde das Problem der Bergung außerdem durch eine integrierte Räumung und ein ausgeklügeltes Notfallkonzept gelöst. Während beim Räumungskonzept hauptsächlich der Hersteller, die Firma Doppelmayr, gefordert war, wurde für das Notfallkonzept von Salzmann Ingenieure gemeinsam mit Roman Sandrell von der Silvretta Montafon eine völlig neue Lösung mit einem mittigen Bergeseil entwickelt.

Enormer Zeitdruck

Der Zeitrahmen für den Bau war schon aufgrund der Größe des Projekts sehr eng bemessen. Erschwerend kam dazu, dass sämtliche Versorgungsleitungen in der intensiv genutzten Baustraße verlegt werden mussten. Nach zwei Jahren intensiver Planungs- und Bauzeit konnten die neuen Bahnen im Dezember 2011 bereits in Betrieb gehen. Im Winter 2011/12 nutzten bereits bis zu 20 Prozent der Gäste die Möglichkeit, mit der Grasjoch Bahn das gesamte Skigebiet an einem Tag zu erkunden – das übertraf die Erwartungen. Vor allem aber ist eine bessere Verteilung der Skifahrerströme an den Spitzentagen im gesamten Skigebiet spürbar. Bei der Silvretta Montafon ist man überzeugt, dass mit den neuen Bahnen die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Skigebiets und der gesamten Destination gelegt wurde.

Anlagedaten

Anzahl Stützen
34
Bahnsystem
Einseilumlaufbahn
Fahrstrecke gesamt
5.330 m
Fahrzeit
ca. 16 Minuten
Höhe Bergstation
1976 m und 2417 m
Höhenunterschied
1601 m

Die neuen Bahnen führen in einen wunderschönen hochalpinen sowie sonnigen Skigebietsteil und begeistern mit spektakulären Einblicken in die Bergkulisse des Montafons. Das Skigebiet ist heute das größte Skigebiet Vorarlbergs und unter den zehn größten in Österreich.

DI Martin Oberhammer, Silvretta Montafon