Direkt zum Inhalt

Projektübersicht

Stubnerkogelbahn

Gastein

Modernisierung und optimale Nutzung von Bestehendem

Die Stubnerkogelbahn war bis 2009 bereits 22 Jahre im 2-Saisonen-Betrieb. Trotz guter Wartung war das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Die Geschäftsführung der Gasteiner Bergbahnen AG stand vor der Entscheidung, die Bahn zu sanieren oder einen Neubau in Angriff zu nehmen. Die Stubnerkogelbahn ist eine Schlüsselanlage und die einzige Zubringerbahn von Bad Gastein in das Kernskigebiet. Um eine Entscheidung zu treffen, suchte man einen Planungspartner, der das entsprechende Know-how mitbringt. Da ein unabhängiger Blick von außen bei der Suche nach der optimalen Lösung hilft, entschieden sich die Gasteiner Bergbahnen für das Bregenzer Büro Salzmann Ingenieure. Bergbahnenchef Franz Schafflinger: „Salzmann Ingenieure waren von Beginn an dabei und haben bei der Konzeption, Ideenfindung und Lösungsentwicklung entsprechend mitgearbeitet.“ Die Vorarlberger Experten auf dem Gebiet der Seilbahntechnik entwickelten verschiedene Varianten. Die Möglichkeiten einer Generalsanierung wurden ebenso diskutiert wie die Neubau-Variante. Am Ende entschied man sich für den Neubau der Seilbahn in den bestehenden Gebäuden. Zu dieser Entscheidung beigetragen hat nicht zuletzt auch der Vergleich der Investitionskosten. Der Projektleiter Dipl. Ing. Stephan Salzmann: „Ein wesentlicher Bereich unserer Arbeit ist die Berechnung der Investitions- und Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus der Seilbahn. In diesem Fall war der Neubau – unter Berücksichtigung der Restlebensdauer – die kostengünstigere Variante. Wir wollten auch erreichen, dass der Gast die Investition bewusst wahrnimmt, was bei einer Sanierung nicht der Fall gewesen wäre.“ Die von Salzmann Ingenieure vorgeschlagene Neubau-Lösung wurde realisiert. Die bestehenden Gebäude wurden optimal saniert. Durch die neu gestalteten Innen- und Aussenflächen (Gestaltung Innerhofer Architekten, Saalfelden) ist die Stubnerkogelbahn in der Wahrnehmung der Gäste eine neue Anlage. „Die positiven Rückmeldungen bestätigen uns die Richtigkeit der Entscheidung, eine großzügige Gesamtkonzeption umzusetzen“, betont Franz Schafflinger. Mit der neuen Bahn und der neuen 140 Meter langen Hängebrücke haben auch Nicht-Skifahrer und Wanderer ein schönes Bergerlebnis – und das sowohl im Sommer als auch im Winter.

Herausforderungen an die Planer

  • Räumliche Unterbringung einer breiteren und höheren Seilbahntechnik im bestehenden Gebäude
  • Gestaltung neuer und barrierefreier Zu- und Abgänge in der Talstation
  • Anpassung an aktuelle Brandschutz- und Arbeitnehmerschutzvorschriften
  • Maximale Windsicherheit durch bodennahe Trassierung
  • Kostenberechnungen als Grundlage für die Entscheidung Neubau und Sanierung

STUBNERKOGELBAHN – Nach dem Umbau

  • Mehr Förderleistung Eine kleinere Einseilumlaufbahn (6EUB) wurde durch eine größere Bahn (8EUB) ersetzt; die Förderleistung von 2.375 auf 2.790 Personen pro Stunde gesteigert.
  • Mehr Komfort Es gibt kürzere Wartezeiten, eine Rolltreppe in der Talstation und ein ebenerdiger Einstieg in die neuen Gondeln erhöhen den Komfort.
  • Mehr Sicherheit Durch die veränderte Positionierung der Stützen und die reduzierte Seilhöhe wurde die Windanfälligkeit gemindert.

Anlagedaten

Fahrgeschwindigkeit
6 m/s
Fahrstrecke gesamt
2.747 m
Fahrzeit
9,7 Minuten
Förderleistung
2.790 P/h
Förderseil
52 mm
Anzahl Fahrzeuge
110
Höhenunterschied Tal-Mitte-Berg
700 m
Höhenunterschied Mitte-Berg
437 m
Stützenanzahl
27

Nicht nur die gesamte Projektplanung, auch die Umsetzung hat sehr gut funktioniert. Gerade bei Umbauten ist dies nicht selbstverständlich. Wir stellen hohe Qualitätsansprüche, die Salzmann Ingenieure aber erfahrungsgemäß erfüllt.

Franz Schafflinger, Gasteiner Bergbahnen AG